Ausstellungen im Kaplaneihaus

 
Liebe Kunstkreis-Mitglieder,

die Corona-Krise hat auch in unserer Stadt zu weitreichenden Veränderungen im sozialen Zusammenleben geführt. Der Kunstkreis 84 Riedlingen ist mit seinen Veranstaltungen und Angeboten ebenso davon betroffen. Von der Stadtverwaltung Riedlingen wurde als Vorsichtsmaßnahme ein Veranstaltungsverbot für alle städtischen Gebäude bis zum 15.6.2020 erlassen. Das bedeutet, dass unsere laufende Werkschau im Kaplaneihaus ab sofort geschlossen ist.
Die Gesundheit der Menschen hat absoluten Vorrang vor allem anderen.

Wir wünschen Ihnen alles Gute und vor allem: Bleiben Sie gesund!

Werkschau zum Jahresthema „Chaos“
Vernissage:12.03.2020, 19.00 Uhr
Dauer:12.03.-05.04.2020 Abgesagt
Geöffnet:Fr, Sa, 15.00–17.00 Uhr, So 14.00-17.00 Uhr

Christa von Bischopinck: Malerei und Skulpturen
Vernissage:28.05.2020, 19.00 Uhr Wird verschoben
Dauer:28.05.-21.06.2020 Wird verschoben
Geöffnet:Fr, Sa, 15.00 – 17.00 Uhr, So 14.00 – 17.00 Uhr

Dieter Gassebner: Objekte und Zeichnungen
Vernissage:25.06.2020, 19.00 Uhr
Dauer:25.06.-19.07.2020
Geöffnet:Fr, Sa, 15.00 – 17.00 Uhr, So 14.00 – 17.00 Uhr

Werkschau der vhs-Kurse von Ruth Dietrich zum Thema „Inspiration Bauhaus“ und „Schrift-Bild“ in Verbindung mit dem Sommerfest des Kunstkreises
Vernissage:12.09.2020, 16.00 Uhr
Dauer:12.09. – 27.09.2019
Geöffnet:Fr, Sa, 15.00–17.00 Uhr, So 14.00-17.00 Uhr

Susanne Baur: Malerei
Vernissage:15.10.2020, 19.00 Uhr
Dauer:15.10.- 08.11.2020
Geöffnet:Fr, Sa, 15.00 – 17.00 Uhr, So 14.00 – 17.00 Uhr

Kunstfahrten

Samstag, 25.01.2020 Kunstfahrt in die Staatsgalerie Stuttgart zur Ausstellung „Tiepolo – der beste Maler Venedigs“
Humor und Ironie – Riedlinger Kunstinteressierte auf den Spuren des „besten Malers Venedigs“

Werke des „besten Malers Venedigs“ Tiepolo widmeten sich Kunstreisende aus Riedlingen. Foto: Waltraud Wolf

Riedlingen – Tiepolo, dem „besten Maler Venedigs“, gehörte das Interesse von Kunstreisenden, die am Samstag mit dem Kunstkreis 84 Riedlingen nach Stuttgart in die Staatsgalerie fuhren. Die meisten waren dank eines Vortrages im Kaplaneihaus gut vorbereitet und durften auch in der Landeshauptstadt den Ausführungen der Kunsthistorikerin Barbara Honecker lauschen.

Den 250. Todestag des 1696 geborenen Künstlers nahm die Staatsgalerie zum Anlass für die Schau, in der 120 Werke aus Tiepolos gesamter Schaffenszeit gezeigt werden. Außer den Gemälden – unter ihnen auch Entwürfe für Decken- und Wandgemälde – imponierten der stattlichen Gruppe der Kunstinteressierten, die Radierungen Zeichnungen. Die Staatsgalerie selber besitzt 25 herausragende Ölgemälde und ganze Mappen von hochwertigen Druckgrafiken und zwar nicht nur von Giovanni Battisto Tiepolo, sondern auch von seinem Sohn Giovanni Domenico.
Eleganten Gemälden zu Mythologie und Geschichte durften die Kunstreisenden begegnen. Ein Drittel seines Schaffens gehörte religiösen Bildern, ein Drittel Fresken und das letzte Drittel Arbeiten auf Papier. 1818 konnte die Staatsgalerie aus dem Nachlass des Stuckateurs Bossi eine ganze Mappe Grafiken erwerben.

Die Hoch-Phase Tiepolos war zwischen 1730 und 1750. Auf die besonderen Bild-Kompositionen mit einem lichteren und einem dunkleren Teil und auf „stimmungsvolle“ Landschaften und „Stofflichkeit und Samtigkeit“ der Bilder wies die Kunsthistorikerin bei der Führung hin.
Neben Kreativität und Fantasie zeichnen Humor und Ironie die Werke aus. Barbara Honecker wies so auf karikaturistische Details hin, die er in seine Malerei einfließen ließ. Dies begründete sie in den späten Werken auch mit der zu Ende gehenden Blütezeit des Barock.
Während der Hoch-Zeit seines Schaffens holte ihn 1750 Fürstbischof Karl Philipp von Greifenclau nach Würzburg, um dort den Kaisersaal und das Treppenhaus der Residenz mit Deckenfresken auszuschmücken. Die Überraschung bei der Ausstellung war perfekt, konnten die Besucher doch in Stuttgart eine Nachbildung dieses Deckenfreskos bestaunen, das als sein Hauptwerk gilt und die vier Erdteile symbolisiert. „Ein Bild voller Anspielungen“, so Honecker. 677 Quadratmeter misst es im Original. Entdecken durften sie nach Hinweisen von Barbara Honecker darauf auch den Künstler selber, wie auch den Architekten Balthasar Neumann. Tiepolos Salär war dabei das 13-fache des Honorars für den Baumeister.

1753 kehrte Tiepolo nach Italien zurück und malte das beeindruckende „Martyrium der Agatha“, bevor ihn der Ruf nach Madrid ans spanische Königshaus erreichte. 1762 begann Tiepolo mit seinen beiden Söhnen Giovanni Domenico und Lorenzo mit der Ausmalung des spanischen Königspalastes in Madrid. Es war seine letzte Station und das endgültige Ende von Barock und Rokoko, so die Kunsthistorikerin. Im Beginn des Klassizismus lief ihm der deutsch-tschechische Maler Anton Raphael Meng den Rang ablief. Zu schwach, um nach Italien zurück zu kehren, starb er am 27. März 1770 in Madrid. Während des Klassizismus sei er „kaltgestellt“ worden und seine Malerei nicht mehr gefragt gewesen.

Multimediale Arbeiten von Christoph Brech als aktuellem Künstler stehen im Dialog mit den Werken Tiepolos, so ein Musikvideo, aber auch ein Zerrspiegel. Als „etwas für Kenner“ bezeichnete Barbara Honecker die Grafiksammlung der Staatsgalerie und empfahl sie den Besuchern aus Riedlingen, zumal auch hier Giovanni Battista Tiepolo und sein Sohn Giovanni Domenico eindrucksvoll vertreten sind.

Die Kunstfahrt nach Stuttgart schenkte den Riedlingern zudem Gelegenheit, das in einer spektakulären Aktion geschredderte Bild „Love is in the Bin“ des anonymen Künstlers Banksy anzuschauen, das nur noch bis 2. Februar in der Staatsgalerie in Stuttgart hängt und zumeist dicht umlagert war. An diesem Tag endet auch die Ausstellung des besten Malers Venedigs seiner Zeit.

Dieser Artikel von Waltraud Wolf ist am 28. Januar 2020 in der Schwäbischen Zeitung Riedlingen erschienen.

Samstag, 25.04.2020 Kunstfahrt nach Baden-Baden ins Museum Frieder Burda zur Ausstellung „Die Bilder der Brüder“ Abgesagt

Samstag, 11.07.2020 Kunstfahrt nach Riehen / Basel in die Fondation Beyeler zur Ausstellung „Goya“
Abfahrt:7:30 Uhr
Rückkehr:Gegen 19:30 Uhr
Gebühr:65 €
Verbindliche Anmeldung bis 01.07.2020

Samstag, 19.09.2020 Kunstfahrt nach Schwäbisch Hall in die Kunsthalle Würth zur Ausstellung „Lust auf Neues – Neues aus der Sammlung“
Abfahrt:7:30 Uhr
Rückkehr:Gegen 19:30 Uhr
Verbindliche Anmeldung bis 09.09.2020

Kunstvorträge von Barbara Honecker

Beginn 19.00 Uhr, Kaplaneihaus Riedlingen, Gebühr 5.- €:

Do. 23.01.2020 Vortrag zu Tiepolo (Kunstfahrt nach Stuttgart am 25.1.2020)
Do. 07.05.2020 Vortrag zum Thema „Bauhaus“ , als Vorbereitung der Kunstreise nach Erfurt, Weimar, Eisenach Abgesagt
Do. 09.07.2020 Vortrag zu „Goya“ (am 11.07. Kunstfahrt in die Fondation Beyeler)

Malerkreis: Jour fixe donnerstags 14:30 – 17:00 Uhr im Kaplaneihaus

Thema: Hochdruck/Tiefdruck

Bis auf weiteres abgesagt

27.02.2020 Abgabe der Bilder für die Werkschau zum Jahresthema „Chaos“
03.09.2020 Abgabe der Bilder für die Werkschau der Vhs Kurse

Literaturkreis: Dienstags, 19.00 – 21.00 Uhr im Kaplaneihaus

Bis auf weiteres abgesagt

Zusätzliches Angebot : vhs-Kurs in Kooperation mit dem Kunstkreis84 „Über Gedichte sprechen“
Leitung: Bernd Lippmann
5 Abende montags, 19.00 – 20.30 Uhr, VHS-Geschäftsstelle
Termine (nähere Information siehe neues vhs-Programm)

Kunstreise

Storniert – soll 2021 nachgeholt werden

Die diesjährige Kunstreise war nach Erfurt und Weimar mit einem Abstecher nach Eisenach geplant.
Sie hätte unter dem Motto: „Thüringer Highlights: von Erfurt bis Eisenach – von Goethe bis Gropius“ stehen sollen.
Als Highlight war u.a. eine Bauhausführung und das neue Bauhausmuseum in Weimar geplant.

Kunstzeitung

Die Kunstzeitung, die im Kaplaneihaus ausliegt, kann kostenlos gerne auch bei der Ulrich’schen Buchhandlung am Marktplatz in Riedlingen geholt werden.

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